Ein Ständchen vom Roboter Nao

Ein kleiner Roboter besuchte und begeisterte am Donnerstag die Schüler in der Niederndorfer Cuntz-Reyther-Schule.

Mit Nao hatte die Cuntz-Reyter-Schule einen ungewöhnlichen Besuch, Nao ist ein sprechender, singender und tanzender 58 Zentimeter großer Roboter, der einen ganz eigenen Charme versprüht und bei den Kindern für große Augen sorgte.

Nao ist ein äußerst schlauer und bescheidener Alleskönner, dessen runder Kopf immer freundlich dreinblickt. Er kennt keine Arbeitszeiten, keinen Stress und verlangt keinerlei Bezahlung für seine Dienste. Kein Wunder, denn Nao ist ein humanoider Roboter der neuesten Generation. Im Kopf sitzt der Prozessor, die Ohren sind zwei Lautsprecher, und in der Stirn steckt eine Kamera.

Klar, dass Tobias Danzer aus Pforzheim mit Nao und dessen rundem Kopf mit blinkenden Kulleraugen auf die volle Begeisterung der Schülerinnen und Schüler stieß. Natürlich gab es viele Fragen und Tobias Danzer versuchte, so viel wie möglich zu beantworten. Als Nao einem Schüler auch noch ein Geburtstagsständchen sang, kannte die Begeisterung natürlich keine Grenzen mehr. Wie Danzer erläuterte, ermöglichen es Nao 25 Freiheitsgrade, präzise, denen eines Menschen ziemlich ähnliche Bewegungen auszuführen. Integrierte Lautsprecher und eine Spracherkennung erlauben es dem rund 5 Kilogramm schweren Roboter in 19 Sprachen zu kommunizieren. „Natürlich kann er Russisch, Polnisch und Arabisch“, beantwortete Tobis Danzer die auf ihn einprasselnden Fragen. Tanzend unterhielt er die Schüler und stand auch von selbst wieder auf, als ihn sein Herr und Gebieter schubste. Dass er auch noch kitzelig ist und er lauthals lachte, als ihn Tobias Danzer an den Füßen kitzelte, war ein lustiger Höhepunkt der Show.

inFranken

Zu Beginn kauert Nao in Ruhestellung auf dem Tisch und Tobias Danzer muss in aufwecken. Nach ein paar Klicks am Laptop raffte sich Nao auf, stellte sich gemächlich auf seine Füße und dann ging es rund: Zum Youtube-Hit „Gangnam Style“ tanzte der Roboter mit erhobenen Armen und wackelte wild mit seinen Plastikhüften.

Dass das nicht von selbst passiert, sondern viel Programmierarbeit dahinter steckt, versuchte Danzer, den Kindern zu verdeutlichen. Durch eingebaute Kameras ist er in der Lage, sein Gegenüber zu erkennen, ihm mit den Augen zu folgen, oder auch auf einen roten Ball zuzulaufen, der ihm hingehalten wird. Damit beantwortete Danzer auch die Frage, ob Nao Fußball spielen kann. Als sich allerdings ein Schüler mit einem roten Pulli dazu stellte, wusste Nao nicht so recht wem er folgen sollte. „Alles was Nao macht, sprechen, tanzen und Farben erkennen“, müssen wir ihm beibringen, erklärte sein Programmierer.

Tobias Danzer, CEO der Robotikagentur NOX Robots, Speaker und Visionär, wurde bekannt für seine inspirierende Vorträge über die Entwicklungen des Digitalen Zeitalters. Er vermittelt eindrucksvoll, wie sich das Verhaltensmuster der Menschen in der Zukunft durch die Digitalisierung, Smart World und künstlicher Intelligenz verändern wird. Und geht dabei auf die relevanten Fragen ein: „Welche Auswirkungen hat es auf unseren Bereich? Wie können wir die Entwicklung beeinflussen?“

Tobias Danzer referiert auch als Lehrbeauftragter an Universitäten und Fachhochschulen und gibt den Studierenden damit einen Einblick auf die Themenfelder der Digitalisierung.
Dabei schafft er durch ungewöhnliche Methoden und seinem begeisternden Seminarstil das Gehör seiner Zuschauer zu gewinnen. So versucht er seine berufliche Leidenschaft und persönliche Visionen an Menschen weiterzugeben, um somit ihre Horizonte zu öffnen.

Niederndorfer Grundschule
Niederndorfer Grundschule

Quelle: www.inFranken.de

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Wenn ein Roboter Tai-Chi kann und polnisch spricht

NIEDERNDORF – Außergewöhnlichen Besuch hatten am Donnerstagvormittag die Kinder der Grundschule Niederndorf. Der kleine Roboter Nao führte vor, was in Zukunft in der Robotertechnologie möglich ist. Organisiert wurde die Präsentation vom Förderkreis der Grundschule Niederndorf. Die Herzo Werke unterstützten den Auftritt mit einer Geldspende.

Der Förderkreis der Grundschule Niederndorf hat den kleinen Roboter Nao in die Schule gebracht. Finanzielle Unterstützung hatten die Eltern dabei von den Herzo Werken. Die Schüler waren von ihrem Besucher hellauf begeistert.

Nordbayerische Nachrichten

Er war der erste Besucher seiner Art an der Grundschule Niederndorf: Nao – humanoider Roboter, 60 Zentimeter groß, fünf Kilogramm leicht und mit erstaunlichen Fähigkeiten ausgestattet. Nao spricht über 20 Sprachen, hat den Gangnam-Style parat und reagiert sich bei fernöstlicher Musik mit Tai-Chi ab. „Ich bin ein wenig aufgeregt“, gestand Nao den Kindern zur Begrüßung.

Die Firma NoxRobots aus Pforzheim schreibt die Programme für die Roboter und haucht ihnen damit Leben ein. Normalerweise werden die Roboter bei Industriekonzernen oder auf Messen vorgestellt.

Fürs Sortieren prädestiniert

Robotik-Spezialist Tobias Danzer erklärte, dass Nao über Programmierung viele Fähigkeiten beigebracht bekomme. „Aufgaben, die für uns sehr schwer sind, sind für Roboter einfach und umgekehrt“, sagte Danzer. Fürs Sortieren seien Roboter prädestiniert. Komplexe Bewegungsabläufe wie Gehen oder Fußballspielen zu programmieren sei dagegen eine Herausforderung.

Es war das erste Mal, dass Tobias Danzer das Technologiewunder vor Kindern präsentierte. Naos Anwesenheit versetzte die Schülerinnen und Schüler der Cunz-Reyther-Schule in helle Aufregung. Sie feuerten Frage um Frage auf Danzer ab: Kann Nao fliegen? Hat er Geschwister? Kann er Fußballspielen? Wie viel kostet er? Sagt er, wenn der Akku leer wird? Was essen Roboter?

Kleines Sprachgenie

Nao beherrscht mehr als 20 Sprachen, darunter auch Japanisch, Finnisch und Polnisch. Der kleine Roboter kann singen und tanzen. Über vier Mikrofone nimmt er Umgebungsgeräusche wahr und kann auf sie reagieren. Die beiden eingebauten Kameras haben unterschiedliche Aufgaben: Eine erfasst den Boden vor dem Roboter, die andere dient zur Gesichtserkennung.

Seine Sensoren und die 25 Motoren halten Nao in Position. Wenn er trotzdem einmal fällt, kann er sich mit den Armen abfangen, wobei ihm ein ärgerliches „Au!“ entfährt.

Der Roboter verfügt über etwa eine halbe Stunde Akkuleistung, danach muss er wieder ans Stromkabel angesteckt werden. Damit war auch die Frage beantwortet, was Roboter essen.

Die Kinder der Grundschule Niederndorf wollten wissen, welche Aufgaben Roboter in Zukunft übernehmen werden. Experte Danzer ist sich sicher, dass in der Industrie noch mehr Roboter zum Einsatz kommen werden. Auch für das automatisierte Fahren ist Robotertechnologie nötig. In Japan werden Roboter übrigens schon im Alltag eingesetzt. In Einkaufszentren beispielsweise kann man sie nach Produkten fragen und erhält Auskunft.

Nao kann nicht staubsaugen

Für den Hausgebrauch ist Nao noch nicht geeignet. Er kann zwar auf dem Bauch liegend Staubsaugergeräusche imitieren, aber keine Saugleistung erbringen. Auch beim Fliegen, Schwimmen oder Klettern muss der kleine Roboter passen. Dafür kann er sich auf Knopfdruck entspannen.

Quelle: www.nordbayern.de

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